
So nun waren wir zurück
auf der Nordinsel und hatten unser kleines Deluxe – Doppelzimmer in einer umgebauten Garage bezogen. Da ist unser (Flo's!) bester Freund abgeschmiert... Der Laptop wollte
nicht mehr, war nicht mehr zum Booten zu bewegen.
Wir haben natürlich auch
Wellington besichtigt, sind zu den Regierungsgebäuden gelaufen waren
im Botanischen Garten und haben das rote Cable – Car bestaunt. Aber
nach 18 Uhr wirkte das dort eher wie eine Geisterstadt. Die Geschäfte
schließen gegen 17 Uhr und dann ist dort der Hund begraben, wir haben kurz nach 9 nichts Anständiges mehr zu essen gefunden - für
einen Donnerstag Abend in der Hauptstadt fanden wir das ziemlich krass.
Eigentlich hatten wir nur
eine Nacht in Wellington geplant, aber nach unserem Nachmittagsbesuch
im Te Papa, dem Nationalmuseum, und unseren kleinem Computerproblem
hatten wir schnell beschlossen noch eine Nacht zu verweilen. Den nächsten Morgen hab ich versucht das
PC - Problem zu lösen und Steff hatte einen ganzen Tag im Museum.
Eine neue Festplatte
später und unzählige Versuche später mit einem netten Kiwi aus dem
Hardware - Store hat Ubuntu wieder gebootet. Juhu. Er lebt noch....
Ich hatte dann auch noch
einen halben Tag für dieses sehr schöne, interaktive Museum, in dem von der Natur und Geschichte Neuseelands bis zu Kunst und Legenden der Maori sehr viel zu
sehen ist. Sogar einen Erdbebensimulator gibt es und viele anschauliche Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt an Land und im Meer - am außergewöhnlichsten ist der konservierte Riesenkalmar - ein über 500kg schwerer Riesenkrake, das einzige Exemplar der Welt bis jetzt.
Am Wochenende haben wir dann auch noch etwas Nachtleben gefunden im richtigen Viertel in Wellington...


Von Wellington ging es
weiter Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war der Tongariro
Nationalpark. Wir hatten einen kleinen Zwischenstopp in Levin, bevor es
durch Feilding, der angeblich schönsten Stadt Neuseelands, zum Park ging. Diese ganzen Superlative und preisgekrönten Attraktionen sind schon irgendwie ziemlich übertrieben... Na ja, wir wollten die Tongariro Alpine Crossing lang wandern, eine kleine
Tageswanderung von ca 19 km. Doch leider war der Weg für den
nächsten Tag aufgrund von starkem Wind gesperrt. So sind wir kurz
entschlossen weiter zu den Waitomo Caves gefahren und haben uns von Tausenden kleinen Glühwürmchen in den Höhlen verzaubern lassen. Ein
sehr beeindruckender Anblick, wie die Sterne am Himmel sitzen die
Würmchen an der Höhlendecke. Ca 300 Höhlen gibt es in dieser
Region, wir haben 2 besichtigt. Auf unserer kleinen Nachtwanderung um
die Höhlen herum haben wir auch einige der Würmchen an den Felsen
gesichtet. Die Glühwürmchen sind eigentlich Fliegen, doch in ihrem
Larvenstatus verstecken sie sich in der Dunkelheit und locken mit
ihrer Leuchtkraft andere Insekten an, die sie dann spinnen-ähnlich
mit dünnen Seidenfäden fangen und vertilgen. Es gab natürlich auch
Stalagtiten und Stalagmiten zu sehen. Und viele Possums - die schon irgendwie niedlich sind, auch wenn sie als eingeführte Art eine Plage in Neuseeland sind.



Von den Höhlen ging es
nochmal zurück und wir sind zur unserer letzten Wanderung in
Neuseeland aufgebrochen. Es ging durch die Vulkanlandschaft von
„Mordor“ aus Herr der Ringe, vorbei an mehreren Vulkankratern und kleinen türkisblauen Seen. Auf dem Plateau hat es immer noch recht stark geweht.
Immer wieder hat es nach faulen Eiern gerochen, da Schwefel an
verschiedenen Stellen aus dem Erdinneren kommt. Gegen Nachmittag
hatten wir dann das schönste Sommerwetter und konnten nochmal die
Aussicht und Natur in vollen Zügen genießen. Na ja ein wenig gehetzt war der Rückweg zum Shuttle-Bus schon, sodass es eher einem Dauerlauf glich. Gefühlte
Hundertschaften an anderen Touristen haben uns begleitet, so dass wir
keine Angst vor etwaigen Orc Angriffen hatten ;)
Nach unserer Wanderung
haben wir einen Stopp bei einer der vielen Thermalquellen auf dem Weg
eingelegt und unsere müden Glieder entspannt.
Vorbei am größten See
Neuseelands, dem Lake Taupo, und den schönen Huka Falls führte
unser Weg weiter nach Norden bis zur Bay of Plenty. Auf dem Weg
lagen unzählige weitere Thermalquellen und geothermale Formationen.
In Mount Maunganui haben wir nochmal die Wassertemperatur des
Pazifiks getestet und uns ein kühles Bad gegönnt, bevor es am
Abend wieder in eine Thermalquelle ging.
Noch mehr zur Tongariro Alpine Crossing gibt es hier!

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