Auf dem Rückweg vom Doubtful Sound hat uns das
Regenwetter wieder eingeholt, doch im Auto war das kein Problem,
es ging weiter nach Queenstown, an einen kleinen See. Dort haben wir
kochen im Zelt bei Nieselregen geübt, technisch möglich, doch
leider kulinarisch der harten Kritik von Steff unterlegen.
In Queenstown wurde Bungee-Jumping
erfunden - nein wir haben uns nicht getraut. Etwas Shopping, gutes
Frühstück im Kaffee (nach dem Dinner-Dilemma der letzten Nacht) und
etwas Stadtspaziergang, mehr gab es nicht für uns. Eine Spazierfahrt am See entlang nach Glenorchy und zurück rundete das
Tagesprogramm ab, bevor es am Abend bei „Ferg Burger“, die
besten Burger unserer Reise gab. Sehr lecker und sehr mächtig waren
sie „Big Stuff“ and „Big Al“ hießen sie, jetzt ruhen sie in
den Tiefen unserer Bäuche. Weiter, immer weiter ging es Richtung
Wanaka mit einem kurzen Zwischenstopp an einem anderen See.
Silvester haben wir in Wanaka wieder
bei schönem Sonnenschein verbracht. Nach leckerem indischem Essen
haben wir die Zeit bis zum Feuerwerk im Kino und dem 2. Teil von der
Hobbit überbrückt. Ja der eine oder andere Drehort kam uns bekannt
vor.... Prosit Neujahr, Happy New Year,
Nach den Bergen kam viel Regen. Von
Wanaka ging es über die Gebirgskette der Southern Alps an die
Westküste. Hier stauten sich gerade die Regenwolken, sodass wir
außer Grün und Grau nicht viel sahen. Im Zusammenpacken von einem
nassen Zelt, bei reichlich Niederschlag sind wir jetzt geübt... ;)
Später ging zu den Gletschern
(Fox und Franz Josef). Bei schönstem Regenwetter erstrahlte der Fox Gletscher mit ein wenig Blau im Grau der Ferne. Bei diesen Wetteraussichten haben wir uns in Franz Josef ein Zimmer gemietet und die DVD Sammlung des Hostels durchforstet und eine tiefe Kuhle in die Couch im Fernsehzimmer gebaut.
Bei keiner Spur von Besserung sind wir am nächsten Morgen bei mäßigem Regen zum Franz Josef Gletscher gelaufen (1,5h vom Parkplatz) um innerhalb von 2 Minuten vollkommen durchzuweichen. Das war mal ein Schauer ;) Da haben wir am eigenen Leib erlebt wie hier jährlich 16000mm (!) Niederschlag auf die Erde treffen. Ich dachte, in London regnet es viel, doch dort sind es gerade mal um die 600mm. Da weiß man auch gleich, wieviel Glück wir am Doubtful Sound mit dem Wetter hatten, denn dort liegt die jährliche Niederschlagsmenge bei 13000mm. Für alle, die es nicht glauben, es liegt kein Fehler bei den Nullen vor.
Den Franz Josef Gletscher fanden wir beeindruckender, da man viel näher an das Eis laufen kann. Vom Anblick leuchtete etwas Blau in viel Grau, ähnlich wie beim Fox.
Richtig spannend wird es nur, wenn man sich überlegt, dass hier so nah am Äquator in nur 250 m über dem Meeresspiegel Reste der Eiszeiteismassen ruhen. Das wäre verglichen mit der Nordhalbkugel zum Beispiel in Bordeaux.
Völlig nass ging es Richtung Norden, wir hatten ja nur noch
zwei Tage bis wir wieder wandern gehen... Also sind wir viel Auto
gefahren. Es gab einen kurzen Stop bei den Pfannkuchenfelsen, an dem
zum ersten Mal nach ca 3h Autofahrt die Sonne auf die Erde traf. Am
Abend sind wir in Westport angekommen und waren ganz glücklich über
unser hübsches Hotelzimmer.
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