
Unser erster Stop war der Lake Monowai,
schon die Zufahrt über Hängebrücken und wilde Flüsse war
wunderschön. Man merkt auch gleich, dass man im Regenwald ist - viel
Niederschlag sollte es die nächsten Tage geben...
Weiter ging es für uns nach Te Anau, wo
wir in einer kleinen Hütte Heiligabend bei Bratwurst und Rotwein
verbracht haben. Leider war unser Aufenthalt in der Hütte nicht ganz
so entspannt, da wir über die Weihnachtsfeiertage zu einer kleinen Mehrtageswanderung aufgebrochen sind, haben wir bis Mitternacht unsere
Rucksäcke gepackt.

Am 1. Weihnachtstag ging es ca. 20km
durch den Regenwald bis zu unserem ersten Camp. Ein einziger grüner
Wunderwald mit vielen Kronenfarnen, Moos bewachsenen Bäumen und
Flechten war zu durchqueren. Zwei Weihnachtsmänner sind uns
ebenfalls entgegengekommen. Auf dem Zeltplatz am Lagerfeuer haben
wir Amerikaner getroffen, die auch eine alternative Weihnachtsplanung
hatten (Flitterwochen!). Als der Regen stärker wurde, haben sich alle
in ihre Zelte verkrochen und es dauerte gar nicht lange, bis ein Kiwi-Pärchen vor den Zelten Krach gemacht hat. Die Männchen sind eindeutig die besseren Sänger...
Der 2. Weihnachtstag startete mit dem
Zusammenpacken eines nassen Zeltes und einem Aufstieg von 1000m auf
den Kamm. Es ging durch einen Nebelwald immer nach oben der Sonne
entgegen. Doch oben angekommen schaute sie nur hin und wieder durch
ein Wolkenloch. Eine alpine Spot - Beleuchtung auf umliegende Berge und
Seen für wenige Sekunden, dann war alles wieder zugezogen.
Sehr mystisch... Steff wollte den höchsten Gipfel unserer Wanderung,
den Mt. Luxmore, auch noch erklimmen. In 1392m bot sich ein einziges
Nebelmeer und der erhoffte Ausblick blieb uns verborgen. Immer weiter ging es auf dem Kamm entlang bis zum anderen
Ende und dann wieder hinunter. Nach ca. 23km hatten wir am Lake Te
Anau unser zweites Camp erreicht. Den Nebel hatten wir auch hinter
uns gelassen. Nach einem erfrischendem Bad im See bei ca. 10 Grad
Wassertemperatur hatten wir einen schönen Sonnenuntergang.

Am letzten Tag unserer Wanderung hat uns
das schönste Sommerwetter geweckt. Strahlender Sonnenschein und
blauer Himmel haben auch Stefanie zum Baden verleitet. Wir haben am
Strand entspannt und die Sonne genossen. Die Neuseeländer sind mit
ihren Booten über den See gefahren und alle haben den kurzen Anflug von Sommer genossen. Es dauerte nicht lange da kam auch unser
Flitterwochenpärchen vom Berg, die auf der letzten Hütte vor dem
Abstieg geschlafen hatten. Zusammen gönnten wir uns dann zurück in der Zivilisation erstmal einen sonnigen Snack.
Für die nächsten Tage hatten wir uns
etwas Entspannung vorgenommen. So ging es auf der Milford Road, nach einer Nacht am Fluss, zum Milford Sound. Dort haben wir eine
kleine Morgenkreuzfahrt mit Frühstück unternommen und die
Fjördlandschaft bewundert. Steile Felswände ragen aus dem Wasser in
den Himmel, schneebedeckte Berge runden das Panorama ab und am Ufer
liegt der eine oder andere Seelöwe :)
Auf dem Rückweg nach Te Anau haben wir
bei mehreren Wasserfällen halt gemacht, das klare Wasser der Flüsse
bestaunt und die unberührte Natur auf uns wirken lassen. Zur Nacht
ging es nochmal in die Weihnachtshütte und am nächsten Morgen zur
nächsten kleinen Kreuzfahrt über den Lake Manapouri und durch den
Doubtful Sound. Der Doubtful Sound verwöhnte uns wieder mit
strahlender Sonne und einem fantastischem Bergpanorama, Wasserfällen
und Seelöwen. 80% des Jahre ist diese Schönheit in Wolken verborgen. Auf dem Rückweg waren wir schon ganz schön müde,
doch der Free Coffee hat uns wiederbelebt ;)