Freitag, 8. Dezember 2017

Livingston - Rio Dulce - Lanquín - Semuc Champey

¡Hola Guatemala!

Die Grenze von Punta Gorda in Belize nach Livingston in Guatemala haben wir mit dem Speedboot überschritten. Livingston ist nur mit dem Boot zu erreichen, da es vom Karibischen Meer, vom Fluss Rio Dulce und von dichtem Regenwald umschlossen wird. Von unserer schönen Unterkunft konnten wir den herrlichen Blick über die Flussmündung ins Meer genießen.  Den ersten tropischen Regenschauer  haben wir genutzt, um die lokale Gaeifuna-Spezialität Tapado (eine Art Meeresfrüchtesuppe mit Kokosmilch - sehr lecker!) zu verkosten. Gestärkt ging es auf zu einer Wanderung zu den "siete altares", einer Reihe von flachen Kaskaden mit glasklarem Wasser, die sich umgeben von Dschungel ins Meer ergießen. Es ging immer an der Küste entlang und eigentlich wäre es ein wunderschöner Weg, wäre nicht überall der Plastikmüll, welcher sich langsam aber sicher zu Mikroplastik zersetzt. Die Pools waren zum Glück nicht betroffen, sodass wir uns noch eine einsame Abkühlung gönnen konnten. Auf dem Rückweg näherten sich abermals dunkle Wolken und wir haben es gerade noch bis zu einem TukTuk geschafft ehe ein erneuter Regenguss alles flutete.











Am nächsten Morgen ging es den Fluss aufwärts zum Ort Rio Dulce. Auf der Bootsfahrt passierten wir wunderschönen Regenwald, Klippen, eine Vogelinsel, unzählige Seerosen und geothermale Quellen, die in den Fluss münden. Unglaublich war auch, welcher Reichtum in den einzelnen Buchten des Flusses vor Anker liegt. Denn da der Rio Dulce als der sicherste Hafen während der Hurrikan-Saison in der Karibik gilt, parken hier sehr viele große Boote, Segelyachten und Motoryachten. Einige haben ihre eigene Garage, die so ziemlich jedes Einfamilienhaus in den Schatten stellt. Am alten spanischen Fort von Rio Dulce endete unsere Schiffstour und wir konnten noch einen Blick auf den größten See Guatemalas, den Lago Izcabal, erhaschen. 

Weiter ging es mit einem kleinen Touri-Bus nach Lanquín, irgendwo ins Nirgendwo. Am Anfang ging es noch auf recht guten Straßen voran in Serpentinen die Berge hinauf. Als die Sonne untergegangen war, wurden die Straßen immer schlechter, sodass es zumeist nur in Schrittgeschwindigkeit voranging. Erschöpft doch glücklich kamen wir in unserer kleinen Hütte in Lanquin an. Am nächsten Morgen brachen wir mit einigenanderen abenteuerlustigen Gringos auf der Ladefläche eines Pick-Ups auf nach Semuc Champey. Nur mit einer Kerze haben wir eine Höhle besichtigt, schwimmend, kletternd, durch Wasserfälle rutschend. Danach sprangen wir in den kalten Fluss und ließen uns in Schäuchen den Fluss runter treiben (neudeutsch "tubing"). Das Highlight - und der Grund schlechthin sich überhaupt in diesen schwer zugänglichen Teil Guatemalas zu verirren - sind die Kaskaden von Semuc Champey. Dort ergießt sich kristallklares, türkis leuchtendes Wasser in eine Art mehrstufiges Karstbecken, bevor es umgeben von Regenwald in einem Wasserfall in den darunter fließenden Fluss läuft. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg zum Aussichtspunkt ging es endlich wieder ins kühle Nass, Dann konnte man nochmal ausgiebig springen, rutschen, klettern und in eine kleine Unterwasserhöhle tauchen. Nach so viel Abenteuer haben wir den nächsten Tag in unserer kleinen Hütte am Berg und im Pool entspannt. Nur einen kurzen Ausflug ins Dorf haben wir unternommen, wo uns eine einheimische Frau gezeigt hat, wie man nach Maya-Tradition aus Kakaobohnen Schokolade sowie Tortillas herstellt. Das war sehr interessant und auch ganz schön anstrengend, da wirklich alles Handarbeit ist. Dafür schmeckt es aber auch wirklich unvergleichlich lecker mit extra viel Kakao.
Zum Abschluss haben wir uns noch in die "grutas de Lanquin", eine lokale Höhle, gewagt, welche für Ihre tierähnlichen Gesteinsformationen und den abendlichen Ausflug der Fledermäuse bekannt ist. Der stetige Strom von Tausenden Fledermäusen war wirklich beeindruckend.
Am nächsten Tag ging es wieder ins Touri-Shuttle nach Antigua, welches wir erfreulicherweise in guter Gesellschaft und in knapp unter 10h erreichten.






















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