Dienstag, 24. September 2013

Tupiza - Uyuni


Am Dienstag haben wir unsere Jeep-Safari durch den Süden von Bolivien begonnen. Mit - jetzt kann ich es sagen - drei netten Französinnen. Nach einem kleinen Frühstück ging es an zahlreichen imposanten Felsformationen vorbei und über Passstraßen bis auf 4800 m.ü.n.n.. Die Felsen haben in den unterschiedlichsten Rot-Tönen geleuchtet. Noch mehr als die Felsen hat uns aber der tiefblaue Himmel beeindruckt und natürlich das Zusammenspiel desselben mit der Natur.
Auf 4600 m.ü.n.n. haben wir eine Geisterstadt besichtigt. Diese Stadt war früher eine Bergarbeiterstadt und wurde durch das reichlich vorhandene Silber sehr reich. Doch die Menschen sind „verrückt“ geworden und so wurde der Platz als vom Teufel besessen verlassen.
                               

Am Nachmittag sind wir in den Nationalpark „Eduardo Avaroa“ gefahren, wo wir zahlreiche Flamingos, Lamas und Vicunas gesehen haben. In einem kleinen Dorf auf 4200 m haben wir die Nacht verbracht. Es war sehr kalt und wir waren froh über unsere Schlafsäcke. 






Am nächsten Morgen waren alle Bäche, die wir durchquerten, gefroren.
Unser Fahrt führte vorbei an schneebedeckten Bergen und Vulkanen zur Laguna Verde, die aufgrund ihres hohen Arsen-Gehaltes nicht gefroren war und im schönsten Türkis leuchtete. 




Weiter ging die Fahrt zu Thermalquellen die trotz eisigem Wind mit 38 Grad Celsius Wassertemperatur zu einem Bad einluden. An dampfenden Geysiren vorbei kamen wir als krönenden Abschluss des Tages am Nachmittag an der Laguna Colarada vorbei, die nicht nur rot leuchtete sondern auch viele Flamencos beherbergt.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings bei der ganzen schönen Natur: Unser Guide war nicht der gesprächigste und auch nicht gerade nett....das sollte sich auch bis zum Schluss nicht ändern. Dafür haben wir etwas für die Deutsch-Französische Freundschaft getan :)

Am Donnerstag ging es nach einer weiteren eiskalten Nacht weiter mit vielen Gesteinsformationen, dazwischen immer wieder springende Vizcachas (eine Art Chinchilla), grasende Lamas und auch ein paar Esel. 






Zum Abschluss der Tour übernachteten wir in einem Salz-Hostel - die Wände und Betten sowie die Nachttische, alles ist aus Salzstein - ein netter Gag für die Touristen.

Am letzten Tag ging es früh los, um den Sonnenaufgang in der Salar de Uyuni zu erleben - beeindruckender war aber der Vollmond. Von der Isla Incahuasi, einer Insel inmitten der Salzwüste mit vielen meterhohen Kakteen, hat man einen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen der weltgrößten Salzwüste (ca. 12.000km² bei ca. 1,40m Tiefe) bekommen. Dann blieb auch noch genug Zeit, um lustige Bilder zu schießen - zusammen mit den ganzen anderen Touris. 







Am Freitag sind wir in Uyuni angekommen und haben uns erstmal eine heiße Dusche gegönnt. Unterwegs war das die letzten Tage nur eingeschränkt möglich. Eine kleine Wanderung haben wir dann am Nachmittag auch noch unternommen, es ging zum 2km vor der Stadt befindlichen Cementerio de los trenes. Das ist eine Art großer Schrottplatz umgeben von ganz viel Müll.
Nach einer Nacht Erholung in Uyuni ging es weiter nach Potosi...











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