Donnerstag, 5. September 2013

Tucuman -Tafi de Valle - Cafayate



Von Asuncion, wo wir eine sehr schöne und vor allem lustige Woche verbracht haben, sind wir in Richtung Tucuman, also wieder nach Argentinien, aufgebrochen. Das war eine 20h Bustour, bei der wir fast 1200km zurückgelegt haben. Als wir früh ankamen haben wir unser Gepäck am Busbahnhof abgegeben und erstmal einen sonnigen Stadtspaziergang unternommen, um die steifen Glieder zu bewegen. Es gibt viele Kirchen und schöne alte Gebäude im Kolonialstil aus dem 17 Jh. zu sehen. Besonders gefallen hat uns die Plaza Independencia mit ihrem schönen Springbrunnen, Statuen und blühenden Lapachobäumen. Bei der Hitze haben wir uns ein Eis gegönnt und das bunte Treiben beobachtet. Besonders ins Auge stachen uns dabei die ultrakurzen Röcke der Schulmädchenuniformen -  wie das mit dem katholischen Glauben konform gehen kann?!





Da uns aber nun erstmal nicht mehr nach Stadt zu Mute war, haben wir am Nachmittag noch einen kleinen Sprung nach Tafi del Valle gemacht, einem kleinen Städtchen in idyllischer Lage umgeben von Bergen in der Nähe eines Sees. Dort haben wir auch die Nacht verbracht, die nach der letzten Nacht im Bus eine richtige Erholung war. Am nächsten Morgen sind wir dann bis zum See und dem nächsten Ort El Mollar gelaufen. Das idyllische Seeufer wurde leider von der argentinischen Recyclingmoral geprägt. Auf unserer Wanderung hat uns ein kleiner Streuner sehr ausdauernd begleitet. Wir haben ihn "pata sucia" getauft, da seine Pfoten beim Herumtollen zwischen Wasser und Erde im Laufe der Wanderung ihre Farbe wechselten.





Am Nachmittag ging es weiter nach Cafayate. Die Busfahrt ganz vorn oben im Doppelstockbus war von herlichen Ausblicken auf Berge und Täler geprägt. Auch etwas Schnee konnten wir in der Ferne ausmachen.
In Cafayate haben wir dann nur noch eine Unterkunft gesucht und beim Abendessen einen der zahlreichen lokalen Weine gekostet.






Am letzten Sonntag waren wir wieder wandern, diesmal zu einem 10m hohen Wasserfall entlang eines kleinen Stroms, der von ganz weit oben aus den Bergen eiskaltes Wasser bis in die trockene Wüste unten schickt. Der Weg war recht felsig, gesäumt von zahlreichen Kakteen und hatte die eine und andere Kletterpassage parat. Am Ziel sind wir von einem herrlichen, einsamen Wasserfall belohnt worden. Nur das Bad im Pool des Wasserfalls  fiel bei gefühlten 5 Grad Wassertemperatur eher kurz aus.







Die verbrauchten Kalorien wurden dann am Abend mit den besten Empanadas von Südamerika im Casa de las Empanadas wieder zugeführt. Sehr lecker - und gleich in Kombination mit 1 Liter Torrontes (Weißwein) zum Schnäppchenpreis :)
Insgesamt war Cafayate ein sehr angenehmes Reiseziel mit netten Leuten, kleinen Kunstmärkten, vielen Weingütern, umgeben von eindrucksvoller Landschaft. Und auch unsere Unterkunft war absolut spitze und das für nur 80 Pesos...
















 Am Montag haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind mit Rad und Bus im Canyon Quebrada de Cafayate unterwegs gewesen. Das waren zwar 50 sehr schöne, aber auch ziemlich anstrengende Kilometer. Man merkt halt doch, dass wir die ganze Zeit Bus fahren... Die Felsformationen haben jedenfalls jegliche Mühe entschädigt! Vorbei an Teufelsschlund, Amphitheater, Frosch etc. gab es sehr viele Fotostopps - weswegen wir am Ende sehr in die Pedale treten mussten um nicht ganz im Dunkeln zurückzukommen...



Anfiteatro






Am Dienstag waren wir in der Bodega Nanni und haben uns die Produktion erklären lassen und zum Abschluss natürlich noch die hauseigenen Weine verkostet, als kulinarisches Highlight gab es Bruschetta. Nachmittags ging es weiter mit dem Bus nach Salta Capital und noch einmal konnten wir den herrlichen Ausblick auf die Quebrada de las Conchas von ganz oben genießen.












1 Kommentar:

  1. Wow ihr zwei macht echt tolle sachen-wir lesen immer eifrig und bestaunen die coolen fotos! weiterhin viel spass :)
    Liebe grüsse roma

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