Mittwoch, 17. Juli 2013

Cordoba


Seit 6 Tagen sind wir nun in Cordoba und genießen den schönsten Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel und keiner Spur von einem Wölkchen am Himmel. Im "tiefsten" Winter  Temperaturen bis 28 Grad am Tag ist schon sehr angenehm und so kommen unsre kurzen Hosen und Sandalen gleich zum Einsatz.
Cordoba ist die zweitgrößte Stadt in Argentinien, doch schon viel entspannter als Buenos Aires. Hier kann man viele Kirchen sowie die älteste Universität des Landes (1613) besichtigen und durch zahlreiche grüne Fußgängerzonen schlendern.
 











Das Jesuitenkloster und die Universität in Cordoba - „Manzana de Jesuitica“  - sind eng verbunden und sehr schön restauriert. Wir hatten eine private Führung von einer Studentin, Maria, die sehr interessant und unterhaltsam war. Sie berichtete zum Beispiel von den Verteidigungen der Doktoranden in der Vergangenheit der Universität, die im Falle des "Durchfallens" aus dem Hintereingang geführt und dort mit fauligen Lebensmittel beworfen wurden. Interessanterweise hat sich diese Tradition bis in unsere Zeit bewahrt, nur dass jetzt die "Erfolgreichen" von Freunden und Familie mit ähnlichen Dingen empfangen werden :)

An zwei Tagen haben wir Ausflüge zu Jesuiten-Enstancias in Jesus-Maria und in Alta Gracia unternommen, die, zusammen mit dem "Hauptsitz" der Jesuiten in der Stadt, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Diese Landgüter in der Umgebung Cordobas standen im Zeichen der landwirtschaftlichen Produktion und dienten der Versorgung und Unterhaltung der Manzana in Cordoba. Auf den riesigen Anwesen arbeiteten Sklaven, die von den Jesuiten angeleitet wurden.


In Alta Gracia haben wir auch das Che Guevarra Museum besucht. In diesem Ort, der für seine gute Luft bekannt ist, hat der kleine Ernestito sein Kindheit und Schulzeit verbracht, bis die Familie später wieder zurück nach Rosario zog. In dem ehemaligen Wohnhaus der Familie wird anschaulich Che's Leben von Kindheit über Schulzeit zum Medizinstudium, seine zahlreichen Reisen und sein Weg zum Revolutionär und Tod nachgezeichnet.












Vorgestern waren wir im "Parque Nacional Quebrada del Condorito" wandern. Das war
unser erster richtiger Ausflug in die Natur von Argentinien und ein absolutes Highlight. Der Park, der in der Sierra de Cordoba liegt, ertreckt sich von 900m bis 2300m. In einem Tal des Parkes machen die jungen Condore ihre ersten Flugversuche, was dem Nationalpark seinen Namen gegeben hat. Leider haben wir die stattlichen Tiere meist nur in der Ferne kreisen gesehen. Doch auf dem Hinweg ist Stefanie bei der Kaffeepause mit dem Bus eine sehr schöne Nahaufnahme gelungen.

Natürlich gibt es noch viele andere Vogelarten sowie Füchse und Meerschweinchen, die aber leider zu schnell für ein Foto waren.
Jetzt genießen wir noch ein bisschen die Zeit in der Sonne auf der Dachterrasse in Cordoba, bevor es heute weiter Richtung Osten geht...





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