Mittwoch, 11. September 2013

Salta - Jujuy

Wir sind gut in Salta Capital angekommen. In der ersten Nacht sind wir aus Versehen in einem Partyhostel gelandet, sodass wir gleich erstmal umgezogen sind in eine ruhigere Unterkunft. Salta hat eine sehr schöne Innenstadt mit vielen Kolonialgebäuden und sehr schönen Kirchen. Wir haben das archälogische Museum besucht, in dem Kinder-Mumien aus der Inkazeit ausgestellt werden, die vor vielen Jahren den Göttern auf hohen Bergen geopfert wurden. Den Teleferico auf den Hausberg San Bernardino haben wir ebenfalls ausprobiert, die Talfahrt haben wir allerdings zu Fuß erledigt.






Für die nächsten 2 Tage haben wir uns einen Mietwagen ausgeliehen  - passenderweise einen roten Corsa - und sind 1000km quer durch die Provinzen Salta und Jujuy gefahren. Auf Passstraßen über 4000m ging es entlang der Zugstrecke des Tren a las Nubes bis nach San Antonio de los Cobres,  vorbei an Salzseen bis zur Quebrada de Humahuaca, einem UNESCO-Weltkulturerbe mit vielen bunten Felsformationen.

Auch durch grüne Bergwälder gingen die Serpentinen und entlang einer spektakulären Straße in Richtung Cachi haben wir wunderschöne Aussichten genießen können. Der Parque Nacional Los Cardones ist - wie der Name schon sagt - gesäumt von riesigen Kandelaber-Kakteen und ab und zu kriegt man auch einmal ein paar Vicunas zu Gesicht. die mittlerweile zu den bedrohten Arten zählen.






















Jedenfalls war es beeindruckend, welche Wege man mit einem Corsa alle befahren kann :)

Nach dem wir den Corsa in Salta abgegeben hatten, haben wir noch einen kurzen Stop in Jujuy eingelegt. Wir waren in den Thermen de Reyes baden, da ist der Name beeindruckender als die Anlage. Das Wasser war schön warm und kam aus dem Berg in einen kleinen Pool. Gut, dass wir diesen Besuch auf Sonntag gelegt hatten, da war auch richtig was los in dem 2 mal 2m Becken. Von Jujuy sind wir nochmal Richtung Libertador San Martin gefahren und haben eine Nacht im Nationalpark gezeltet. Dort war es zur Zeit sehr trocken und es gab sehr aggressive Fliegen, die sich auch kaum von unserem Antibrumm abschrecken lassen haben. Also haben wir es auf eine Nacht begrenzt. Auf dem Rückweg haben wir getrampt und der Ranger hat uns mitgenommen. So wissen wir nun auch, dass Mai die schönste Zeit für den Park ist...

Aber nach einer Dusche und nem leckeren Steak sind die Strapazen schnell wieder vergessen ;)
Jetzt werden wir weiter Richtung Norden nach Bolivien fahren...

Donnerstag, 5. September 2013

Tucuman -Tafi de Valle - Cafayate



Von Asuncion, wo wir eine sehr schöne und vor allem lustige Woche verbracht haben, sind wir in Richtung Tucuman, also wieder nach Argentinien, aufgebrochen. Das war eine 20h Bustour, bei der wir fast 1200km zurückgelegt haben. Als wir früh ankamen haben wir unser Gepäck am Busbahnhof abgegeben und erstmal einen sonnigen Stadtspaziergang unternommen, um die steifen Glieder zu bewegen. Es gibt viele Kirchen und schöne alte Gebäude im Kolonialstil aus dem 17 Jh. zu sehen. Besonders gefallen hat uns die Plaza Independencia mit ihrem schönen Springbrunnen, Statuen und blühenden Lapachobäumen. Bei der Hitze haben wir uns ein Eis gegönnt und das bunte Treiben beobachtet. Besonders ins Auge stachen uns dabei die ultrakurzen Röcke der Schulmädchenuniformen -  wie das mit dem katholischen Glauben konform gehen kann?!





Da uns aber nun erstmal nicht mehr nach Stadt zu Mute war, haben wir am Nachmittag noch einen kleinen Sprung nach Tafi del Valle gemacht, einem kleinen Städtchen in idyllischer Lage umgeben von Bergen in der Nähe eines Sees. Dort haben wir auch die Nacht verbracht, die nach der letzten Nacht im Bus eine richtige Erholung war. Am nächsten Morgen sind wir dann bis zum See und dem nächsten Ort El Mollar gelaufen. Das idyllische Seeufer wurde leider von der argentinischen Recyclingmoral geprägt. Auf unserer Wanderung hat uns ein kleiner Streuner sehr ausdauernd begleitet. Wir haben ihn "pata sucia" getauft, da seine Pfoten beim Herumtollen zwischen Wasser und Erde im Laufe der Wanderung ihre Farbe wechselten.





Am Nachmittag ging es weiter nach Cafayate. Die Busfahrt ganz vorn oben im Doppelstockbus war von herlichen Ausblicken auf Berge und Täler geprägt. Auch etwas Schnee konnten wir in der Ferne ausmachen.
In Cafayate haben wir dann nur noch eine Unterkunft gesucht und beim Abendessen einen der zahlreichen lokalen Weine gekostet.






Am letzten Sonntag waren wir wieder wandern, diesmal zu einem 10m hohen Wasserfall entlang eines kleinen Stroms, der von ganz weit oben aus den Bergen eiskaltes Wasser bis in die trockene Wüste unten schickt. Der Weg war recht felsig, gesäumt von zahlreichen Kakteen und hatte die eine und andere Kletterpassage parat. Am Ziel sind wir von einem herrlichen, einsamen Wasserfall belohnt worden. Nur das Bad im Pool des Wasserfalls  fiel bei gefühlten 5 Grad Wassertemperatur eher kurz aus.







Die verbrauchten Kalorien wurden dann am Abend mit den besten Empanadas von Südamerika im Casa de las Empanadas wieder zugeführt. Sehr lecker - und gleich in Kombination mit 1 Liter Torrontes (Weißwein) zum Schnäppchenpreis :)
Insgesamt war Cafayate ein sehr angenehmes Reiseziel mit netten Leuten, kleinen Kunstmärkten, vielen Weingütern, umgeben von eindrucksvoller Landschaft. Und auch unsere Unterkunft war absolut spitze und das für nur 80 Pesos...
















 Am Montag haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind mit Rad und Bus im Canyon Quebrada de Cafayate unterwegs gewesen. Das waren zwar 50 sehr schöne, aber auch ziemlich anstrengende Kilometer. Man merkt halt doch, dass wir die ganze Zeit Bus fahren... Die Felsformationen haben jedenfalls jegliche Mühe entschädigt! Vorbei an Teufelsschlund, Amphitheater, Frosch etc. gab es sehr viele Fotostopps - weswegen wir am Ende sehr in die Pedale treten mussten um nicht ganz im Dunkeln zurückzukommen...



Anfiteatro






Am Dienstag waren wir in der Bodega Nanni und haben uns die Produktion erklären lassen und zum Abschluss natürlich noch die hauseigenen Weine verkostet, als kulinarisches Highlight gab es Bruschetta. Nachmittags ging es weiter mit dem Bus nach Salta Capital und noch einmal konnten wir den herrlichen Ausblick auf die Quebrada de las Conchas von ganz oben genießen.












Dienstag, 27. August 2013

Coronel Oviedo - Colonia Sudetia - Asuncion



Walter hatte vor kurzer Zeit schon einmal Gäste, die die gleiche Familie in Paraguay gesucht haben.
Was ist das für ein Zufall! Er wusste auch gleich in welche Richtung wir fahren mussten, so haben wir mit ihm einen Ausflug nach Colonia Sudetia unternommen, inklusive eines tollen Fahrerlebnisses mit der Ente.
Die Ahnenforschung verlief/verläuft also sehr erfolgreich :) Wir wurden hier sehr nett aufgenommen und haben sehr viele nette Menschen kennengelernt und so auch einiges erfahren, wie es unseren Auswanderern früher so ergangen sein muss.


Wir durften in Sudetia 14 Tage bei Verwandten auf dem Bauernhof bleiben und haben so viel über das Landleben in Paraguay erfahren. Hier und dort haben wir auch etwas aushelfen können, z.B. beim Kühe füttern oder Zuckerrohr ernten. Auch Traktor fahren, Kühe melken und Käse machen konnten wir ausprobieren. Das war alles sehr interessant und ziemlich neu für uns Stadtmenschen. Frische Milch zum Frühstück und Käse, Brot, Saft, Marmelade, Wein... alles selbstgemacht  waren wirklich sehr lecker ;) Zwischendurch haben wir ganz viele Verwandte besucht sowie eine Ziegelfabrik, ein Sägewerk, eine Schweinezucht, eine Eierfarm und eine Matefabrik besichtet. In der Nacht haben wir auch einmal eine Kuh aus dem Sumpf gezogen und einen VW Santana (Golf Kombi) über Straßen bewegt, die in Deutschland niemand mit seinem VW Tuareg jemals sehen wird.
terere heterei!
Zwischendurch haben wir natürlich viel erzählt, gekocht, gebacken, gegessen und kühlen terere genossen :)

 An dieser Stelle nochmals vielen vielen Dank für die Gastfreundschaft an euch alle! Ich bzw. wir haben uns riesig gefreut euch alle kennenzulernen und zu treffen :) Auf ein baldiges Wiedersehen in Deutschland oder Paraguay!


chipa casera :)






   Und nicht zu vergessen das Grillen des Kuhkopfes, ein echtes Erlebnis und sehr lecker!









Von Sudetia sind wir weiter nach Asuncion gefahren und wurden auch hier gleich von weiterer Familie vom Bus abgeholt und beherbergt. Da fühlt man sich sehr behütet. Wir haben auch etwas die Hauptstadt erkundet, doch leider hat es das Wochenende nur geregnet, sodass es etwas ungemütlich war. Wir haben das alte Parlament besucht sowie eine kleine private Stadtrundfahrt mit dem PKW unternommen, bei der haben wir auch das "Casa de Independencia" gesehen. Paraguay war das erste Land in Südamerika, das sich von Spanien losgesagt hat und so die Südamerikanische Revolution ausgelöst hat. Touristisch ist Paraguay allerdings immer noch ziemlich jungfräulich, man bekommt auch keine Postkarten... 

Samstag, 3. August 2013

Iguazu


Von San Ignacio sind wir vergangene Woche nach Puerto Iguazu gefahren, wo wir die nächsten 6 Nächte verbringen sollten. Als touristisches Highlight in Südamerika, waren wir von den Angeboten und den Preisen erstmal erschlagen.

Unser erster Ausflug zu den Wasserfällen, war dann eine kleine Tagesexkursion nach Brasilien. Von der brasilianischen Seite bekommt man einen schönen Überblick über die Größe der Wasserfälle und hat ein fantastisches Panorama. 




Die nächsten 2 Tage haben wir den argentinischen Teil erkundet. Man geht über unzählige Stege und Brücken über den Fluss und die Wasserfälle und kann den freien Fall des Wassers aus nächster Nähe mitverfolgen. Ein anderer Weg geht durch den Urwald und man sieht wie das Wasser einem entgegen stürzt. Je näher man den Kontakt such desto feuchter wird es dann. Zum Abschluss in Iguazu habe wir eine Motorboottour direkt in den Wasserfall gemacht, dass war der Höhepunkt des Duschens. Zum Thema Pentax K30, ja sie ist Spritzwasser dicht.

































Nach einem Tag der Entspannung von all dem Laufen durch den Nationalpark haben wir noch eine Auffangstation am Rande des Nationalparks für zivilisationsgeschädigte Wildtiere besucht. Dort werden verwundete Tiere wieder aufgepeppelt und in anderen Park soweit möglich wieder in die Natur zurückgeführt.

Am Montag sind wir von Puerto Iguazu über Ciudad de Este nach Paraguy eingereist. Wo wir gerade bei Walter einem Auswanderer unsere nächsten Tage und Wochen planen. http://www.2cv-tours.de