Da wir uns mit Gernot und Kris, dem
österreichisch - niederländischen Pärchen gut verstanden, reisten
wir ein paar Tage gemeinsam. Vier Tage genossen wir das Inselleben
dann ging es weiter nach Pakse.
Für uns vier war Pakse der Ausgangspunkt für eine Moped
Safari in das nahe gelegene Bolaven Plateau. Drei Tage erkundeten wir
die Region, die zahlreiche Kaffeeplantagen und eindrucksvolle
Wasserfälle besitzt. Unsere Runde führte uns fast bis an die Grenze
zu Vietnam, dort gab es noch richtig schönen Urwald und kaum
Verkehr. Auf unserem Weg kosteten wir den laotischen Kaffee, der
ausgesprochen stark getrunken wird, sehr lecker. Wir wanderten zu einigen
Wasserfällen. Die Zeit verging wie im Flug und zurück in Pakse hieß es für uns mit dem Nachtbus weiter nach Vientiane. Für unsere
Freunde ging es am nächsten Morgen nach Vietnam.
Die Nachtbusfahrt nach Vientiane war
nicht besonders erholsam, da die Klimaanlage nicht funktionierte. Ich
kam mir vor wie in der Sauna nur ohne die Möglichkeit eines kalten
Beckens. Erschöpft und durchgeschwitzt sind wir in Vientiane angekommen.
Der französische Einfluss auf die
Region zeigt sich besonders in Vientiane. Hier gibt es sehr viel
französische Küche und wir nutzten die Möglichkeit nach unserer
Nachtbusfahrt für ein französisches Frühstück mit Baguette und
Crossaint. Sehr lecker.
Doch auch etwas Geschichte stand auf dem Programm.
Doch auch etwas Geschichte stand auf dem Programm.
Laos ist das am stärksten bombardierte
Land der Erde. Es wurde von den USA im Vietnam Krieg mit zahllosen
Streubomben übersät. Auch heute leidet hauptsächlich die
Landbevölkerung unter den vielen Blindgängern. Im Besucherzentrum
des COPE, „Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise" sind zahlreiche Bomben und die Folgen der
Blindgänger zu sehen. Viele Menschen verloren bei Feldarbeiten einen Arm oder ein Bein. Die ländliche Bevölkerung ist so arm, dass Kinder
nach Blindgängern suchen um sie als Schrott zu verkaufen. Dabei
kommt es immer wieder zu Unfällen. Die COPE hilft mit ärztlicher
Versorgung und künstlichen Extremitäten. Auch das waren Eindrücke bei unserem Besuch in Vientiane. Zur Untersützung der Arbeit verschenkten wir ein Holzbein. Das ist sicherlich makaber aber der beschenkte und der Empfänger freuen sich hoffentlich.
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