Montag, 16. September 2013

Bolivien - Tupiza

So, jetzt sind wir in Bolivien angekommen! Die Grenzüberschreitung war eigentlich sehr unkompliziert und entspannt - das einzig Anstrengende war mit Rucksack bei 3500 m ü.n.n. vom Busbahnhof in La Quiaca über die Grenze zum Busbahnhof nach Villazon zu laufen.
In Villazon sieht man überall Leute mit riesigen Kisten und Tüten hin- und herrennen und auch der Konkurrenzkampf um Buspassagiere ist deutlich ausgeprägter. Wir sind dann gleich weiter mit einem schönen bolivianischen Bus nach Tupiza gefahren. Da war das Partyhostel in Salta echt leise dagegen ;) Selbst mit Ohrenstöpseln hat man sich noch gefühlt, als würde man direkt auf der Box sitzen... 
In Tupiza geht es deutlich ruhiger zu. Wir haben uns hier erstmal zwei Tage Zeit genommen um uns etwas zu akklimatisieren auf 3000m und ein wenig zu kurieren, Steff war nämlich etwas erkältet. Haben aber gleich eine sehr interessante Kräutermischung empfohlen bekommen, die wir auf dem Mercado Negro bei einer echten "Kräuterhexe" erstanden haben - und es scheint tatsächlich zu helfen :)











Insgesamt haben wir einen sehr positiven ersten Eindruck von Bolivien, die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit.  

Über das Wochenende haben wir einen Ausritt in die wunderschöne Umgebung unternommen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es vorbei an roten und gelben Felsen und unzählige Male durch kleinere und größere Flüsse, alles hoch zu Ross. 




Trab und vor allem Galopp haben sowohl den Pferden als auch uns einiges abverlangt. Auch der Wind, der uns in starken Boen entgegen blies, trug zur Steigerung des Abenteuers bei. Das Ganze fühlt sich nach einigen Stunden im Sattel zwar nicht mehr ganz so entspannt an, wie es im Film immer aussieht ;) Aber es hat unheimlich Spaß gemacht und war eindeutig ein echtes Highlight unserer Tour! Geschlafen haben wir in einer kleinen Herberge auf dem Land und hatten einen unvergesslich lustigen Abend beim Uno-Spielen mit bolivianischen Regeln :) Heute haben wir uns nochmal etwas Zeit zur Regeneration unserer bisher ungekannten Muskeln gegönnt, bevor wir morgen zeitig in Richtung Lagunen und Salar de Uyuni starten...































Mittwoch, 11. September 2013

Salta - Jujuy

Wir sind gut in Salta Capital angekommen. In der ersten Nacht sind wir aus Versehen in einem Partyhostel gelandet, sodass wir gleich erstmal umgezogen sind in eine ruhigere Unterkunft. Salta hat eine sehr schöne Innenstadt mit vielen Kolonialgebäuden und sehr schönen Kirchen. Wir haben das archälogische Museum besucht, in dem Kinder-Mumien aus der Inkazeit ausgestellt werden, die vor vielen Jahren den Göttern auf hohen Bergen geopfert wurden. Den Teleferico auf den Hausberg San Bernardino haben wir ebenfalls ausprobiert, die Talfahrt haben wir allerdings zu Fuß erledigt.






Für die nächsten 2 Tage haben wir uns einen Mietwagen ausgeliehen  - passenderweise einen roten Corsa - und sind 1000km quer durch die Provinzen Salta und Jujuy gefahren. Auf Passstraßen über 4000m ging es entlang der Zugstrecke des Tren a las Nubes bis nach San Antonio de los Cobres,  vorbei an Salzseen bis zur Quebrada de Humahuaca, einem UNESCO-Weltkulturerbe mit vielen bunten Felsformationen.

Auch durch grüne Bergwälder gingen die Serpentinen und entlang einer spektakulären Straße in Richtung Cachi haben wir wunderschöne Aussichten genießen können. Der Parque Nacional Los Cardones ist - wie der Name schon sagt - gesäumt von riesigen Kandelaber-Kakteen und ab und zu kriegt man auch einmal ein paar Vicunas zu Gesicht. die mittlerweile zu den bedrohten Arten zählen.






















Jedenfalls war es beeindruckend, welche Wege man mit einem Corsa alle befahren kann :)

Nach dem wir den Corsa in Salta abgegeben hatten, haben wir noch einen kurzen Stop in Jujuy eingelegt. Wir waren in den Thermen de Reyes baden, da ist der Name beeindruckender als die Anlage. Das Wasser war schön warm und kam aus dem Berg in einen kleinen Pool. Gut, dass wir diesen Besuch auf Sonntag gelegt hatten, da war auch richtig was los in dem 2 mal 2m Becken. Von Jujuy sind wir nochmal Richtung Libertador San Martin gefahren und haben eine Nacht im Nationalpark gezeltet. Dort war es zur Zeit sehr trocken und es gab sehr aggressive Fliegen, die sich auch kaum von unserem Antibrumm abschrecken lassen haben. Also haben wir es auf eine Nacht begrenzt. Auf dem Rückweg haben wir getrampt und der Ranger hat uns mitgenommen. So wissen wir nun auch, dass Mai die schönste Zeit für den Park ist...

Aber nach einer Dusche und nem leckeren Steak sind die Strapazen schnell wieder vergessen ;)
Jetzt werden wir weiter Richtung Norden nach Bolivien fahren...