Samstag, 1. Februar 2014

Bali hin und zurück

Nach einem langen entspannten Flug schlug uns eine Welle feucht-tropischer Hitze entgegen, als wir in Denpasar, Bali aus dem Flieger stiegen. Eine kurze Fahrt später landeten wir in Kuta und ruhten uns erstmal etwas aus. Auf Bali mussten wir uns erst einmal neu orientieren. Anderer Kontinent. Andere Kultur. Andere Sitten. Wir haben natürlich meinen Geburtstag ein wenig gefeiert, uns mal ordentlich durchkneten lassen, viel gegessen, getrunken und entspannt. In der Nebensaison ist es auch gut auszuhalten auf Bali - wenn die ganzen Autralier einfallen, sieht es sicher nicht mehr so ruhig aus. Da die See etwas unruhig war und deshalb viele Boote nicht fahren konnten, beschlossen wir erstmal ein paar Tage nach Ubud zu fahren. Dort hat es uns gut gefallen - vom Verkehr mal abgesehen. Ganz Bali hat soviele Einwohner wie Neuseeland, nur dass die Insel natürlich deutlich kleiner ist. Das merkt man schon. Ein paar Tage haben wir die Insel mit dem Motorroller erkundet und wurden dabei auch mal ordentlich vom Monsun abgeduscht. Wir haben zwei Wassertempel und viele Reisterassen bestaunt. Auch riesige, in massiven Felsen geschlagene Tempel besuchten wir, natürlich im traditionellen Sarong gekleidet. Die Hindu-Kultur auf Bali ist überall präsent - unzählige, mit viel Liebe zum Detail verzierte Gestalten und kleine Tempel zieren die Straßen und jeden Tag kann man die Menschen bei kleineren Ritualen und Segnungen beobachten. Auch im Sacred Monkey Sanctuary waren wir und haben die "Äffchen" gesehen, wenn auch lieber aus der Ferne...








In Ubud kann man es sich jedenfalls ziemlich gut gehen lassen und so genossen wir auch einfach mal nur den Luxus, "nichts" zu tun ;) Haben allerdings ein Museum mit balinesischer Kunst besucht, so leicht ist das gar nicht mit dem Nichts-Tun... Bis uns irgendwann wieder der Tatendrang packte und wir in Richtung Ostküste nach Padang Bai aufbrachen, um dort nach etwas Schnorcheln und Schwimmen, weiter auf die Gilis zu fahren. Gili Air empfing uns mit strahlendem Wetter und strahlenden Gesichtern - besonders angenehm fiel natürlich auf, dass es dort nur Fahrräder und Mini-Pferde-Kutschen gibt. Wir fanden ein ruhiges Bungalow und sprangen gleich ins Wasser. Die Korallen sind leider (wohl auch durch das Dynamitfischen) nicht mehr intakt, aber bunte Fische gab es trotzdem viele zu sehen. Wir waren auch mal wieder tauchen, aber die Sicht war nur mäßig. Trotzdem gab es große Grüne Meeresschildkröten und Nemo haben wir auch gefunden ;) Da das Wetter in der Regenzeit gerne auch mal wechselhaft ist, beschlossen wir nach ein paar Tagen auf Gili Air nach Lombok überzusetzen und von da hoffentlich weiter nach Osten in Richtung Flores zu kommen. Da es aber keine Flüge mehr von Lombok, sondern nur von Bali aus gab, sind wir nach einem kurzen Tagesausflug über die sehr grüne und sehr ruhige Insel Lombok mit viel Wald, Reisfeldern, Moscheen und kaum Touristen, wieder auf die Fähre gesprungen, um nach Bali zurückzukehren. Für umgerechnet 2,50€ durften wir 5 lange Stunden übers Wasser tuckern, während eine wilde Disko-Musik mit Liedtexten zum Mitsingen über die Bilschirme flackerte und sogar die "Partybusse" in Bolivien und Kolumbien in den Schatten stellte... Auf jeden Fall ein echtes Erlebnis ;) Wir waren wirklich froh, wieder ein Bett zu finden in unserer Unterkunft in Padangbai und am nächsten Früh gings wieder weiter - mit erschreckenden Einblicken in die Geschäfte der Taxi-Mafia - zum Flughafen nach Denpasar.



































Samstag, 25. Januar 2014

Asien

Jetzt sind wir also in Asien angekommen. Unser erster Stop ist Bali und wir werden erstmal etwas Urlaub machen. Die über 5000 km durch Neuseeland stecken uns noch ziemlich in den Knochen.










zur Karte

Dienstag, 21. Januar 2014

Sydney

Nach 10 Jahren bin ich also wieder einmal in Sydney. Für mich ist es das dritte Mal, für Steff das erste. Es hat sich nicht viel verändert. Ein paar Kräne stehen einfach an anderer Stelle. Wir haben hier fantastisches Sommerwetter, sodass wir nach einem kurzen Stopp im Hyde Park, an der Oper und der Harbour Bridge einen Strandtag in Manly eingelegt haben. Dort haben wir Beachvolleyball geschaut, die Sonne genossen und das Meer getestet. Zum Abendbrot ging es wieder in die Stadt, wo wir die Schicki-Mickis von Sydney beobachtet haben. Nach dem tollen Sommerwetter gestern war es am 2. Tag etwas bewölkt, wir haben eine kleine Hafenrundfahrt unternommen, den Darling Harbour erkundet und den Tag bei Austern, Lobster und Burger am Bondi Beach ausklingen lassen. Es war nur ein kurzer Zwischenstopp in Australien, aber auf jeden Fall nicht der letzte Besuch. Jetzt freuen wir uns aber erstmal auf Indonesien.





Freitag, 17. Januar 2014

Wellington - Tongariro - Auckland

So nun waren wir zurück auf der Nordinsel und hatten unser kleines Deluxe – Doppelzimmer in einer umgebauten Garage bezogen. Da ist unser (Flo's!) bester Freund abgeschmiert... Der Laptop wollte nicht mehr, war nicht mehr zum Booten zu bewegen.



Wir haben natürlich auch Wellington besichtigt, sind zu den Regierungsgebäuden gelaufen waren im Botanischen Garten und haben das rote Cable – Car bestaunt. Aber nach 18 Uhr wirkte das dort eher wie eine Geisterstadt. Die Geschäfte schließen gegen 17 Uhr und dann ist dort der Hund begraben, wir haben kurz nach 9 nichts Anständiges mehr zu essen gefunden - für einen Donnerstag Abend in der Hauptstadt fanden wir das ziemlich krass.
Eigentlich hatten wir nur eine Nacht in Wellington geplant, aber nach unserem Nachmittagsbesuch im Te Papa, dem Nationalmuseum, und unseren kleinem Computerproblem hatten wir schnell beschlossen noch eine Nacht zu verweilen. Den nächsten Morgen hab ich versucht das PC - Problem zu lösen und Steff hatte einen ganzen Tag im Museum.
Eine neue Festplatte später und unzählige Versuche später mit einem netten Kiwi aus dem Hardware - Store hat Ubuntu wieder gebootet. Juhu. Er lebt noch....
Ich hatte dann auch noch einen halben Tag für dieses sehr schöne, interaktive Museum, in dem von der Natur und Geschichte Neuseelands bis zu Kunst und Legenden der Maori sehr viel zu sehen ist. Sogar einen Erdbebensimulator gibt es und viele anschauliche Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt an Land und im Meer - am außergewöhnlichsten ist der konservierte Riesenkalmar - ein über 500kg schwerer Riesenkrake, das einzige Exemplar der Welt bis jetzt.
Am Wochenende haben wir dann auch noch etwas Nachtleben gefunden im richtigen Viertel in Wellington...

Von Wellington ging es weiter Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war der Tongariro Nationalpark. Wir hatten einen kleinen Zwischenstopp in Levin, bevor es durch Feilding, der angeblich schönsten Stadt Neuseelands, zum Park ging. Diese ganzen Superlative und preisgekrönten Attraktionen sind schon irgendwie ziemlich übertrieben... Na ja, wir wollten die Tongariro Alpine Crossing lang wandern, eine kleine Tageswanderung von ca 19 km. Doch leider war der Weg für den nächsten Tag aufgrund von starkem Wind gesperrt. So sind wir kurz entschlossen weiter zu den Waitomo Caves gefahren und haben uns von Tausenden kleinen Glühwürmchen in den Höhlen verzaubern lassen. Ein sehr beeindruckender Anblick, wie die Sterne am Himmel sitzen die Würmchen an der Höhlendecke. Ca 300 Höhlen gibt es in dieser Region, wir haben 2 besichtigt. Auf unserer kleinen Nachtwanderung um die Höhlen herum haben wir auch einige der Würmchen an den Felsen gesichtet. Die Glühwürmchen sind eigentlich Fliegen, doch in ihrem Larvenstatus verstecken sie sich in der Dunkelheit und locken mit ihrer Leuchtkraft andere Insekten an, die sie dann spinnen-ähnlich mit dünnen Seidenfäden fangen und vertilgen. Es gab natürlich auch Stalagtiten und Stalagmiten zu sehen. Und viele Possums - die schon irgendwie niedlich sind, auch wenn sie als eingeführte Art eine Plage in Neuseeland sind.
Von den Höhlen ging es nochmal zurück und wir sind zur unserer letzten Wanderung in Neuseeland aufgebrochen. Es ging durch die Vulkanlandschaft von „Mordor“ aus Herr der Ringe, vorbei an mehreren Vulkankratern und kleinen türkisblauen Seen. Auf dem Plateau hat es immer noch recht stark geweht. Immer wieder hat es nach faulen Eiern gerochen, da Schwefel an verschiedenen Stellen aus dem Erdinneren kommt. Gegen Nachmittag hatten wir dann das schönste Sommerwetter und konnten nochmal die Aussicht und Natur in vollen Zügen genießen. Na ja ein wenig gehetzt war der Rückweg zum Shuttle-Bus schon, sodass es eher einem Dauerlauf glich. Gefühlte Hundertschaften an anderen Touristen haben uns begleitet, so dass wir keine Angst vor etwaigen Orc Angriffen hatten ;)



Nach unserer Wanderung haben wir einen Stopp bei einer der vielen Thermalquellen auf dem Weg eingelegt und unsere müden Glieder entspannt.
Vorbei am größten See Neuseelands, dem Lake Taupo, und den schönen Huka Falls führte unser Weg weiter nach Norden bis zur Bay of Plenty. Auf dem Weg lagen unzählige weitere Thermalquellen und geothermale Formationen. In Mount Maunganui haben wir nochmal die Wassertemperatur des Pazifiks getestet und uns ein kühles Bad gegönnt, bevor es am Abend wieder in eine Thermalquelle ging. Noch mehr zur Tongariro Alpine Crossing gibt es hier!


Unsere Zeit in Neuseeland geht jetzt langsam zu Ende. Wir sind noch etwas am Pazifik entlangfahren. Auf der Coromandel Halbinsel haben wir bei schönem Wetter den Hot Water Beach besucht, an dem eine heiße Quelle ins Meer mündet und man sich seinen eigenen kleinen Spa-Pool buddeln kann. Außerdem haben wir noch die schönen Sandsteinformationen wie die Cathedral Cove bestaunen können. Viele kleine, sehr schöne Buchten gab es da, die von reichlich Touristen gewürdigt wurden. Nach einer letzten Nacht mit viel Umpacken im Motel ging es zum Flughafen und nach ewig langem in-der-Schlange-stehen nach Sydney. Wir haben unsere Zeit in Neuseeland genossen, auch wenn uns die Südinsel viel besser gefallen hat. Dort gibt es viel weniger Menschen und viel mehr Natur. Im Norden sind wir viel an landwirtschaftlicher Nutzfläche vorbeigefahren und an mehr oder weniger erfundenen Highlights wie der Gummistiefelweitwurfhauptstadt... Leider haben wir nicht mehr Zeit, den ganzen Norden zu erkunden, da wird es sicherlich noch die eine oder andere schöne Ecke geben. Hier sind aber auch wirklich viele Menschen - besonders aus Deutschland - unterwegs. Wir freuen uns also auf Sydney, See Yaw