Von Belize City sind wir mit der letzten Fähre in die lauwarme karibische Nacht nach San Pedro aufgebrochen, mit Wetterleuchten in der Ferne. Nachdem uns letztes Jahr die kleinere entspannte Nachbarinsel Caye Caulker begeistert hat, haben wir diesmal beschlossen der größeren und bekannteren Insel Ambergris Caye eine Chance zu geben. Schließlich wurde San Pedro und "La isla bonita" schon in den 80er Jahren von Madonna besungen. Heute ist von damaliger Inselromantik leider nicht mehr allzuviel zu spüren. Im Vergleich zu Caye Caulker mit seinen Sandwegen gab es in San Pedro erschreckend viel Verkehr, hauptsächlich Golfcarts. Doch da wir hauptsächlich unter Wasser waren, hat uns das nicht weiter gestört. Im zweitgrößten Barriereriff der Welt bzw. dem größten der nördlichen Hemisphere gibt es unglaublich viel zu entdecken. In das legendäre Great Blue Hole haben wir uns letztes Jahr schon getraut und vor allem die großartigen Tauchgänge im Lighthouse Reef haben uns damals Lust auf "mehr Meer" gemacht. Im Ambergris Hausriff und im Hol Chan Marine Reserve durften wir neben unzähligen Fischen und Korallen auch viele große Ammenhaie ("nurse sharks"), Rochen, Hummer, Shrimps und Meeresschildkröten beobachten. Lediglich der obligatorische Stopp in der Shark Ray Alley hat uns nicht zugesagt. Wo früher Fischer ihren Fang gesäubert und damit gehäuft große Raubfische wie Haie und Rochen angelockt haben, haben heute viele Ausflugsboote das "Anfüttern" übernommen. Leider war auch der Umgang einiger Urlauber und (nordamerikanischer) Taucher mit den Tieren teilweise schockierend (an den Flossen ziehen etc.)
Aber alles hat seine zwei Seiten - so auch der Tourimus, die Haupteinnahmequelle für Belize... Viel touristische Infrastruktur bedeutet auch exzellente Optionen zum Essen, Schlafen und Tauchen und das alles immer mit einem traumhaften Blick auf das Meer und sehr schöne Strände. Die karibische Gelassenheit der Leute ist auf jeden Fall noch zu spüren. Insgesamt ist das kleine Land Belize komplett anders als seine Latino-Nachbarn und man fühlt sich eher wie auf einer Karibikinsel. Man merkt nicht nur an der Landessprache Englisch den britischen Einfluss (ehem. Britisch-Honduras), sondern auch an der leckeren kreolischen Küche und dem Reggae-Soundtrack im Hintergrund :)
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