Die Altstadt ist UNESCO Weltkultur-Erbe und relativ gut erhalten. Mit ihren bunten Fassaden, mit Blumen geschmückten Holzbalkonen und großen Portalen macht es richtig Spaß einfach nur durch die Gassen zu schlendern. Auch die alte Stadtmauer ist noch Original. Nur ein paar Wolkenkratzer haben sich nach Cartagena "verirrt", wenn man in Richtung neues Zentrum schaut reihen sie sich eng aneinandergedrängt. Jeder will eben einen besonders schönen Blick auf das karibische Meer haben...
Es gibt viele gemütliche Plätze mit zahlreichen Cafes und Restaurants, die um Kunden werben. Doch alles etwas ruhiger und weniger aufdringlich als in Peru. Das wird sicherlich auch an der Hitze liegen, die hier fast ganzjährig herrscht, kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit ist man zu allzu viel Aktivität tagsüber auch nicht fähig. Da wird selbst das Nichtstun zu einer Herausforderung. Der kleine Ventilator, der die ganze Nacht einen kleinen Orkan in unserem Zimmer antreibt, kann da auch nur minimale Linderung verschaffen. So will man ständig Duschen, denn das kalte Wasser schafft kurze Erfrischung.
Gestern haben wir das Castillo San Felipe de Barajas besichtigt, das größte von den Spaniern in Südamerika errichtete Castillo. Es wurde im Laufe der Zeit stetig erweitert. Mehrere Verteidigungslinien und ein kilometerlanges Tunnelsystem machten es lange Zeit zu einer der modernsten und fast uneinnehmbaren Festung. Ein wichtiger Punkt in der Verteidigung war auch der Sumpf vor der Ostseite. Im Falle einer Belagerung hätten die dort lebenden Moskitos die feindlichen Armeen mit Gelbfieber und Malaria niedergestreckt.
Es gefällt uns hier sehr gut, doch wir müssen langsam weiter nach Süden. Von den schönen Stränden, die es hier auf vorgelagerten Inseln geben soll, haben wir (dieses Mal) leider nichts gesehen. Nur beim Sonnenuntergang haben wir jeden Abend bewundert, wie die Sonne im karibischen Meer versinkt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen